Hautpilz bei der Katze (Microsporum canis): Diagnose, Behandlung und Zoonoseschutz
Hautpilz bei Katzen (Dermatophytose) ist eine oberflächliche Pilzinfektion von Haaren, Krallen und Haut, die zu über 95 % durch Microsporum canis hervorgerufen wird. Neben kreisrunden kahlen Stellen und Schuppen im Gesicht der Katze handelt es sich um eine der häufigsten Zoonosen, die extrem leicht auf menschliche Familienmitglieder übertragen wird und dort juckende, kreisförmig gerötete Hautflecken (Ringelflechte) auslöst.

In diesem Ratgeber
1. Wie überträgt sich der Pilz auf den Menschen?
Der Pilz ernährt sich vom Haarkeratin. Bei Menschen ruft der Erreger die Tinea corporis hervor: auffällig rote, ringförmige und stark juckende Herde.
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2. Diagnostik in der Tierarztpraxis
Die Wood-Lampe liefert erste Verdachtsmomente. Die Absicherung erfolgt mikroskopisch sowie durch den Farbumschlag des DTM-Kulturmediums nach rot.
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3. Medizinische Behandlung der Katze
Orale Pulstherapie mit Itraconazol im Wechselrhythmus und lokale Waschung mit fungiziden Lösungen zur Inaktivierung der Oberflächensporen.
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4. Sporenbeseitigung im Haushalt
Kissen und Decken heiß waschen (>60 °C), Staubsaugerbeutel sofort entsorgen und glatte Böden mit chlorhaltigen Reinigern desinfizieren.
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Wissenschaftliche Quellen & Referenzen
- Moriello, K. A., et al. (2017). WAVD Guidelines for dermatophytosis. Vet Dermatol, 28(3), 266-e68.
- Frymus, T., et al. (2013). ABCD guidelines. JFMS, 15(7), 598-604.
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