Taurinmangel bei Katzen: Ernährungsrisiken, Netzhautdegeneration und Herzversagen
Taurin ist für die Katze eine lebensnotwendige, essenzielle Aminosäure, da sie mangels ausreichender Enzymaktivität (Cysteinsulfinat-Decarboxylase) nicht in der Lage ist, Taurin selbst zu synthetisieren. Eine unzureichende Zufuhr führt unweigerlich zur dilatativen Kardiomyopathie (DCM) mit hochgradigem Pumpversagen und zur irreversiblen felinen zentralen Netzhautdegeneration (FCRD) mit vollständiger Erblindung.

In diesem Ratgeber
Ursachen und Prognose
Häufigste Auslöser sind unzureichend supplementierte BARF- oder Kochrationen, dauerhafte Fütterung von Hundefutter oder vegane Ernährungsversuche. Während Netzhautschäden irreversibel sind, führt die sofortige Gabe von Taurin (250–500 mg zweimal täglich) bei der DCM meist innerhalb von 2 bis 3 Monaten zu einer vollständigen Normalisierung der Herzfunktion.
Wissenschaftliche Quellen & Referenzen
- Pion, P. D., et al. (1992). Response of cats with dilated cardiomyopathy to taurine supplementation. Journal of the American Veterinary Medical Association, 201(2), 275-284.
- Hayes, K. C., et al. (1975). Retinal degeneration associated with taurine deficiency in the cat. Science, 188(4191), 949-951.
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