Feline Infektiöse Peritonitis (FIP): Symptome, Diagnose und Antivirale Therapie mit GS-441524
Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine immunvermittelte Systemerkrankung, die durch eine Mutation des felinen enterischen Coronavirus (FCoV) ausgelöst wird und früher als ausnahmslos tödlich galt. Mit der Entdeckung des Nukleosidanalogon-Virostatikums GS-441524 (sowie Remdesivir) hat sich das Schicksal betroffener Tiere jedoch gewendet: Bei rechtzeitigem Therapiebeginn liegen die dokumentierten Heilungs- und Remissionsraten heute bei über 85 bis 90 %.

In diesem Ratgeber
1. Krankheitsentstehung: Von harmloser Infektion zu FIP
FCoV wird fäkal-oral übertragen. Bei rund 5-10 % der infizierten Katzen mutiert das Virus im Darm und infiziert Fresszellen (Makrophagen), was zu schweren Entzündungsreaktionen in Gefäßwänden führt.
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2. Feuchte und Trockene FIP im Vergleich
Die feuchte Form führt zu rasch anwachsendem Aszites oder Atemnot durch Pleuraerguss. Die trockene FIP verläuft schleichend mit chronischem Fieber, Gewichtsverlust und neurologischen Ausfällen.
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3. Diagnostische Schritte in der Tierarztpraxis
Kombination aus Blutbild (A:G-Quotient < 0.6), Punktatuntersuchung mit positiver Rivalta-Probe und sonografischer Darstellung veränderter Lymphknoten.
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4. Die Therapie mit GS-441524
Der Wirkstoff GS-441524 inhibiert die virale RNA-Polymerase. Nach 84 Behandlungstagen und einer 84-tägigen Beobachtungsphase gilt das Tier als geheilt.
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Wissenschaftliche Quellen & Referenzen
- Pedersen, N. C., et al. (2019). Efficacy and safety of GS-441524 for FIP. JFMS, 21(4), 271-281.
- Hartmann, K. (2005). Feline infectious peritonitis. Vet Clin North Am Small Anim Pract, 35(1), 39-79.
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