Feline Akromegalie (Hypersomatotropismus): Ursache schwerer Insulinresistenz bei Katzen
Die feline Akromegalie (Hypersomatotropismus) ist eine chronische hormonelle Erkrankung, die durch ein funktionelles Adenom der Hypophyse mit übermäßiger Ausschüttung von Wachstumshormon (GH) ausgelöst wird. GH kurbelt die hepatische Synthese von IGF-1 an, was eine ausgeprägte periphere Insulinresistenz und unkontrollierte Proliferation von Bindegewebe, Knochen und inneren Organen (Organomegalie) zur Folge hat.

In diesem Ratgeber
Leitsymptome und Therapieoptionen
Verdacht besteht bei diabetischen Katzen mit rasant steigendem Insulinbedarf (> 1,5–2 IE/kg), die trotz Hyperglykämie an Gewicht zunehmen, einen vergrößerten Unterkiefer (Prognathie) entwickeln und auffällig schnarchen. Erhöhte IGF-1-Werte (> 1000 ng/mL) und ein MRT des Schädels sichern die Diagnose. Die operative transsphenoidale Hypophysektomie bietet die besten Chancen auf eine dauerhafte Diabetes-Remission.
Wissenschaftliche Quellen & Referenzen
- Niessen, S. J., et al. (2015). Studying cat (Felis catus) diabetes: investigating the natural role of acromegaly. PLOS ONE, 10(5), e0127794.
- Fletcher, C. A., et al. (2020). Hypophysectomy for the treatment of feline acromegaly. Journal of Veterinary Internal Medicine, 34(6), 2330-2340.
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