Uveitis bei Katzen: Augensymptome, Tyndall-Phänomen und Erblindungsrisiko
Die feline Uveitis ist eine Entzündung der vorderen oder hinteren Uvea (Iris, Ziliarkörper, Aderhaut). Bei Katzen ist die Uveitis fast nie eine isolierte Augenerkrankung, sondern fungiert primär als Leitsymptom einer lebensbedrohlichen systemischen Infektion oder Neoplasie (wie Feline Infektiöse Peritonitis FIP, FeLV, FIV, Toxoplasmose oder intraokuläres Lymphom). Der Zusammenbruch der Blut-Kammerwasser-Schranke führt zu Verklebungen (Synechien), Katarakt und irreversiblem Sekundärglaukom.

In diesem Ratgeber
Klinische Befunde und Diagnostik
Typische Anzeichen sind das Tyndall-Phänomen (Trübung des Kammerwassers), Hypopyon (Eiteransammlung) oder Hyphäma (Blut in der Vorderkammer), Keratische Präzipitate auf dem Hornhautendothel, Miosis und verminderter Augeninnendruck (Hypotonie). Die Diagnostik erfordert sofortige retrovirale Tests, Toxoplasmose-Titer und FIP-Screening. Therapeutisch kommen lokale Glukokortikoide und Atropin 1% zur Mydriasis und Zykloplegie zum Einsatz, kombiniert mit der gezielten Therapie der Grunderkrankung.
Wissenschaftliche Quellen & Referenzen
- Stiles, J. (2014). Feline ophthalmology. In Gelatt, K. N. (Ed.), Essentials of Veterinary Ophthalmology (3rd ed., pp. 411-450). Wiley-Blackwell.
- Townsend, W. M. (2008). Feline uveitis: feline leukemia virus, feline immunodeficiency virus, and feline infectious peritonitis. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, 38(2), 365-378.
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